In der Vorarlberger Feriengemeinde haben Landwirte, Gastronome und Hoteliers das Netzwerk „vo:dô“ gegründet und versorgen Gäste mit heimischen Lebensmitteln.

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Fabienne Kienreich

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Wer Gourmetküche schätzt, braucht beim Genuss seiner Speisen nicht unbedingt weit über den Tellerrand hinauszuschauen: Es müssen nicht immer exotische Lebensmittel wie argentinisches Rindfleisch oder kanadischer Wildlachs sein, auch heimische Produkte finden immer mehr Verwendung in der Spitzengastronomie und begeisterte Anhänger. In Lech Zürs am Arlberg haben sich Landwirte, Gastronome und Hoteliers zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um ihre Gäste mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln zu versorgen. vo:dô (gleich bedeutend wie „von hier“) – so der Name des Netzwerks - macht sich für 0-Kilometer-Menüs und  Regionalität stark und begeistert nachhaltig.

Warum in die Ferne schweifen?

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 „Wenn das Gute liegt so nah. Was vielleicht wie eine Binsenweisheit klingt, ist bei uns in der Tannbergregion durchaus wahr. Wir müssen tatsächlich nur „vor d’ Huustür go“, um alles das in bester Qualität zu bekommen, was unsere regionale Genusskultur ausmacht“, so Hermann Fercher, Tourismusdirektor von Lech Zürs am Arlberg. Rund zwanzig Lecher Bauernfamilien, Sennereien, Käsereien, Metzgereien, Fischzüchter und Bäcker haben sich zum Netzwerk vo:dô zusammengeschlossen und bieten den Gastronomen, Hoteliers und natürlich auch Einheimischen des Ferienortes ihre regionalen (Bio)-Produkte und garantieren Genuss ohne große Umwege.

Die Fische für das legendäre Fischfondue des Alpen Sport Resort „Rote Wand“ bezieht Joschi Walch, Initiator des Netzwerks vo:dô und Inhaber des traditionsreichen Viersterne-Hauses, von seinem Nachbarn – aus dem Fischteich von Andreas Mittermayr in Lech-Zug. Zur hervorragenden Qualität der Gebirgsforellen und Saiblinge trägt unter anderem deren langsames Heranwachsen im frischen, keimfreien Quellwasser bei.

Köstlicher Geschmack: vo:dô-Heumilch ist die wohl ursprünglichste Milch überhaupt. Sie stammt von wahrlich glücklichen Kühen, die im Sommer ausschließlich frisches Lecher Alpgras mit Kräutern fressen und im Winter mit Bergwiesenheu versorgt werden. Weder pasteurisiert noch homogenisiert kommt die Heumilch vom Milchbauern direkt auf den Frühstückstisch der Urlaubsgäste  – zum Beispiel die Heumilch vom Bauern Elmar Schneider, dessen selbst gemachter Naturjoghurt bei den heimischen Hoteliers übrigens auch ein Renner ist.

Nicht irgendein Brot, sondern bestes Natursauerteigbrot backt Martin Walch in den Holzöfen der Backstube Lech seines Onkels Clemens Walch. Die über 80 Jahre alten Rezepte dafür hat er von seiner Großmutter. Sein Brot schmeckt aber auch heute noch legendär.

Von den Lecher vo-dô-Produkten profitieren nicht nur Köche und Gäste, sondern auch die Umwelt. Nachhaltigkeit und sensibler Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist für die Lecher Bauern, die ihre Almwirtschaft nach der traditionellen Dreistufenwirtschaft betreiben, selbstverständlich. Das Vieh folgt dabei dem Futter und wechselt dreimal pro Jahr die Stallungen – je nach Höhenlage und Jahreszeit. Das trägt dazu bei, dass die einzigartige Kultur der Vorarlberger Landschaft mit ihren Alpen und Bergwiesen erhalten bleibt.

All das wissen die Gäste in Lech Zürs am Arlberg zu schätzen: Die intakte, einmalige Natur der ehemaligen Walser Gemeinde ist ein wesentlicher Grund für den unverwechselbaren Charme der Region und damit Garant dafür, dass Gäste zu Stammgästen werden.

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