Zur 7. Arlberg Classic rund um Lech präsentiert sich vom 30. Juni bis 2. Juli ein außergewöhnliches Starterfeld.

Lech, Juni 2016. Selbst erfahrene Oldtimerfreunde werden sich die Augen reiben. Schon mal einen Aries Rolling Baquet Roadster von 1908 auf freier Wildbahn gesehen? Einen Marmon Roosevelt oder Pontiac Racer von 1929, Delage D6 von 1946 oder einen absoluten Exoten wie den Gorki GAZ-GL 1, ein russischer Rennwagen von 1938? Zur 7. Arlberg Classic starten allein 30 Legenden aus der Vorkriegsära.

120 automobile Klassiker von 1908 bis 1973

LechZuersTourismus I Christoph Schoech

Nicht weniger attraktiv die Klassiker der 50er und 60er Jahre, die Rallye-As Armin Schwarz als Fahrtleiter auf die insgesamt 625 Kilometer lange Strecke schicken kann. Zum Beispiel einen Fiat 8V Coupé, BMW 507, Honda S 800, Jensen 541 R, Porsche 356 Pre A 1500, oder einen Steyr-Puch Haflinger mit 643 ccm und 28 PS, der gegen die bärenstarke AC Cobra mit 407 PS oder die Dodge Challenger 426 R mit 420 PS „antritt“.

120 Teams aus 13 Ländern - Susie Wolf und Christian Klien mit dabei

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Das 120 Teams aus 13 Ländern umfassende Starterfeld wird angeführt von einem Klassiker der Zukunft, dem 8-zylindrigen Mercedes-Benz S 500 Cabriolet, BJ 2016, 9G-TRONIC Getriebe und satten 455 PS, die der Vorarlberger Christian Klien als erfahrener Motorsportler sicher im Griff hat. 

Benzin im Blut bringt auch die Pilotin eines Mercedes-Benz 280 SE mit: Susie Wolff, den Motorsportfreunden als Susie Stoddart aus der DTM und als Testfahrerin bei Williams gut bekannt. Viele Tipps wird ihr Toto Wolff - als Motorsportchef bei Mercedes höchst erfolgreich - allerdings kaum an den Arlberg mitgeben können, denn bei dieser historischen Rallye zählen nicht Höchstgeschwindigkeit, sondern höchste Präzision.

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Die Sollzeiten der 18 Wertungsprüfungen sind möglichst auf die Hundertstel-Sekunde einzuhalten. Und das nur mit Hilfe mechanischer Stoppuhren. Man ist ja unterwegs mit Fahrzeugen aus Epochen noch ohne „elektronischen Schnickschnack“. 

Gleich zum Prolog erwartet die Teams eine besondere sportliche Herausforderung. Durch die berühmte „Flexengalerie“ geht es von Lech zur ersten „WP“ hinunter nach Stuben zum historischen Startplatz des Arlberg-Rennens von 1927 mit „Bergkönig“ Hans Stuck als strahlendem Sieger.

Die „Königsetappe“ am Freitag mit über 300 Kilometern führt hinaus in das malerische bayerische Voralpenland vorbei an den Schlössern des Märchenkönigs Ludwig II. in Linderhof und Neuschwanstein. Auf der Rückfahrt durch den Bregenzerwald wechselt die Landschaft, was aber bleibt, sind Kurven, Kurven, Kurven.

Bis auf 1.894 m klettern die Oldtimer am letzten Tag aus dem Lechtal hinauf zum Hahntennjoch und schwingen hinunter ins Inntal und Pitztal. Bei der Mittagsrast in Lermoos öffnet sich den Teilnehmern dann ein traumhafter Blick auf die Zugspitze. 

Auf www.arlbergclassic-carrally.at gibt es die komplette Startliste, den Strecken- und Zeitplan, das Reglement und viele weitere Informationen dieser Classic Rallye, die in kurzer Zeit in der internationalen Oldtimerszene selbst zum Klassiker geworden ist.

 

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