Erneuerbare Komfortenergie

Heizwerk Lech

Biomasse Heizwerk Lech

Am 12. Mai 1999 erfolgte der Spatenstich und im Oktober 1999 wurde der erste Biomasseheizkessel des Biomasseheizwerkes Lech in Betrieb genommen. Ausgangspunkt und Motivation für die Errichtung eines zentralen Biomasse Heizwerkes, waren die durch ausgeprägte Inversionswetterlagen im Winter entstehenden Luftschadstoffbelastungen sowie die Notwendigkeit einer generellen Infrastrukturverbesserung im Bereich der Wärmeversorgung der meisten Lecher Betriebe. 2007 wurde ein zweites Biomasse Heizwerk in  Zug errichtet, 2009 kam ein weiteres Biomasse Heizwerk in Oberlech dazu, 2010 wurde dann in Zürs das vierte Biomasse Heizwerk in der Region errichtet und das bestehende Biomasse Heizwerk in Lech erweitert.

Seit 2011 wird nun in der rund 1500 Einwohner zählenden Tourismusgemeinde, in welcher sich zu Hauptsaisonzeiten über 14.000 Personen aufhalten, weit über 80% der notwendigen Komfortenergie aus erneuerbarer Biomasse erzeugt. Aktuell werden rund 450 Liegenschaften, hauptsächlich Hotels und Gaststätten, mit jährlich 65 Millionen Kilowattstunden Heizenergie aus 93.000 Schüttraummeter Hackgut versorgt. Auf diese Weise werden pro Jahr 7,75 Millionen Liter Heizöl und knapp 22.000 Tonnen CO2 eingespart.

Neben der intelligenten Nutzung des in Vorarlberg anfallenden Energieholzes erfüllen die vier Biomasse-Heizwerke in der Gemeinde Lech eine starke Botschafterfunktion für die Erhaltung der Wirtschaftskraft in einer sensiblen Berg- und Tourismusregion, für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie für die Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe und somit der CO2-Emissionen. 2010 wurde das Biomasse Heizwerk in Lech mit dem Vorarlberger Holzbaupreis ausgezeichnet und stellt klar unter Beweis, dass Architektur und Design kein Widerspruch zu Effizienz und Wirtschaftlichkeit darstellt.