Christian Rescher

„Natural Art Cuisine“ Regionale Produkte sind die Basis für die neu interpretierten traditionelle Gerichte mit dem Ziel alle Sinne zu berauschen.

Gelernt hat er beim Döllerer, also im Hotel „Goldener Stern“ in Golling im Salzburger Land. Eine weitere prägende Erfahrung war sicher auch der „Schlosswirt“ in Anif, wo Christian Rescher Chef de Partie war. Oder seine Anstellung als Chef Patisier im Restaurant Riedenburg in Salzburg. Kein Wunder, dass der gebürtige Salzburger nach diesen wichtigen Kochetappen schon mit 23 Jahren seine erste Position als Chefkoch erhielt, nämlich im Restaurant „Kunstpause“ in Innsbruck, wo er sich seine erste Gault Millau Haube (14 Punkte) erkochte.
Durch die unterschiedlichen Inspirationen und Stationen hat der Spitzenkoch seinen Stil immer weiter perfektioniert – eine durchwegs moderne Linie, basierend auf der traditionellen Kochkunst. „Natural Art Cuisine“ So bezeichnet der Kreativkopf seinen Küchenstil, den er im „Aurelio`s“ mit viel Herzblut verfolgt. Bei jedem Gericht verlangt Rescher die richtige Power. Wenn die fehlt, dann ist die Speise geschmacklich nicht ausgewogen und man muss daran schleifen. Und natürlich müssen alle Produkte einer Topqualität entsprechen. Regionale, alte Gemüsesorten wie die Kerbelknolle oder die Urkarotte kommen dabei genauso auf den Teller wie internationale Gourmetstandards. „Wenn man mit dem Löffel durch unsere Gerichte streift, sollten alle Komponenten am Gaumen landen,“ sagt Rescher. Das Ziel: eine wahre Geschmacksexplosion.

Ein Poet unter den Köchen
Seit 2009 verwöhnt er die Gäste und Hotelbesucher des Fünf-Sterne-Superior-Hauses „Aurelio“ mit jungen Kreationen und durchaus ausgefallenen Menüs. Während die Gäste auf der Sonnenterrasse nahe der Piste mit traditionellen und bodenständigen Á la Carte-Gerichten verwöhnt werden, kann sich der Haubenkoch mit seinem Team im Gourmetrestaurant so richtig kreativ austoben. „Das ist so ein bisschen unser Zuckerl, wo wir einfach auch zeigen können, was wir drauf haben und uns ständig steigern“, erzählt Rescher. Besonders spitzfindig und nahezu poetisch sind zum Beispiel die Namen der Gerichte, die so verspielte Namen wie „Reise durch den Wald“ oder „Verkohlter Paprika“ haben.
Dass Rescher so viel Wert auf die Dekoration und Gestaltung der Teller legt, kommt sicher von seinen Erfahrungen in der Patisserie, wo er schon sehr viel Liebe zum Detail entwickelt hat. Nur so richtig fertig ist ein Gericht laut Rescher ja niemals. Oft beginnen wir in den ruhigeren Sommermonaten mit einem Blatt Papier. Erst rauchen einmal die Köpfe, dann erst der Herd. Denn zuerst werden Ideen gesammelt, Gerichte skizziert, bevor das Kochteam in der Küche loslegt.

Arlberg & Friends mit insgesamt 13 Hauben
Oft begibt sich Rescher mit seinem langjährigen Sous Chef Markus Niederwanger auf Gourmettour. „Da nehmen wir uns ein paar Tage Zeit und testen uns durch die unterschiedlichsten Küchen.“ Denn heutzutage steht nicht der Konkurrenzgedanke im Vordergrund, sondern ein kollegiales Miteinander, wo der Austausch und ein gegenseitiges Bereichern im Vordergrund stehen. Diese Vernetzung von Topköchen und Regionen bereichert jede Küche und schafft neue Möglichkeiten. So fand im April 2015 das erste „Arlberg & Friends“ statt. Ein Event bei dem 5 Haubenköche, gemeinsam 13 Hauben, zum Gourmetdinner einluden. Das Menü verzauberte alle Sinne, da jeder Koch seinen eigenen Küchenstil einfließen lassen konnte. Ein Highlight ohne jedes gleichen, das auch für unsere Starköche eine neue Herausforderung war.

Christian Rescher beim Medicinicum:
Sa, 09.07.2016, 19:00 Uhr: I EAT FROM AUSTRIA - Showkochen "Heilkunst trifft Kochkunst" - Hotel Burg Vital