„Check Your Risk“

Check Your Risk (c) Lech Zürs Tourismus by Lisa Fail

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Fabienne Kienreich

Fabienne Kienreich

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Das weltberühmte Tiefschneegebiet rund um Lech Zürs am Arlberg, mit 180 km hochalpinen Tiefschneeabfahrten und Schneesicherheit von Anfang Dezember bis Ende April, bietet ideale Voraussetzungen für die Extraportion Powder und endloses Off-Pist Vergnügen. Off-Pist Fahren setzt jedoch auch immer risiko- und verantwortungsbewußtes Verhalten voraus. Unter dem Motto „Check your Risk“ bieten neue Lawineninfo-Tafeln in Lech Zürs am Arlberg einen Überblick über die wichtigsten Informationen für ein sicheres Vergnügen im freien, ungesicherten Skiraum.

Immer mehr Wintersportfans zieht es weg von den Pisten rein ins unberührte Gelände. Sie genießen beim Geländefahren und Freeriden den Mix aus sportlicher Herausforderung, Naturgenuss und das Gefühl von grenzenloser Freiheit. Abseits der Piste zu fahren birgt aber neben dem besonderen Kick auch vielfältige Risiken. Die Verantwortung für die Information und Aufklärung der Off-Pist Fahrer über die Gefahren wird in Lech Zürs am Arlberg sehr ernst genommen. Unter dem Motto „Check your Risk“ entwickelten die Bergbahnbetreiber in Lech und Zürs gemeinsam mit Skiführern und Bergrettern vor Ort neue Lawineninformations-Tafeln, welche an vier Standorten im Skigebiet aufgestellt wurden – an den Tal- bzw. Bergstationen der Kriegerhorn-, Hasensprung-, Rüfikopf- und Seekopfbahn.

Lawineninfo-Tafeln „Check your Risk“ im Skigebiet

Die Informationstafeln sollen vor allem das Bewusstsein für die Eigenverantwortung der Off-Pist Fahrer schärfen, denn im freien Skiraum – zum Beispiel auf einer Variantenabfahrt abseits der markierten Pisten und Skirouten – sind die Wintersportler nicht gegen alpine Gefahren (z.B. Lawinen) gesichert. Deshalb finden sich auf den Tafeln auch Hinweise, wie das Risiko eines Lawinenabgangs mit möglicher Verschüttung minimiert werden kann und Empfehlungen zum Verhalten im freien Gelände. Neben der Übersichtsgrafik der 5 Stufen der europäischen Lawinengefahrenskala werden auch alle Details, die zur „unverzichtbaren Ausrüstung“ gehören aufgezeigt:

Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde, Schaufel, Rucksack, Handy, Airbag – und die Direkt-Nummer zur Pistenrettung, weil im Notfall jede Sekunde zählt. Der aktuelle Lawinenlagebericht mit Informationen zur Lawinen-Gefahrenstufe, Beurteilung der Lawinengefahr, Schneedeckenaufbau und Wetterentwicklung wird zudem täglich bei allen Tafeln ausgehängt. Zusätzlich erhalten Freerider Hinweise wie und wo Sie diese diese Informationen auch aus dem Internet, durch Tonbandansagen oder durch Lawinen-Apps abfragen können.

Sicherheit steht an erster Stelle

Die schon bestehenden LVS-Checkpoints, an denen Skifahrer Ihre LVS-Geräte auf Funktionsfähigkeit testen können, wurden in die Lawineninfo-Tafeln eingebaut. Zudem wurden im Skigebiet aktuell auch die beiden bestehenden LVS-Trainingssuchfelder optimiert und ein drittes neues Feld eingerichtet. Standorte der neuen und überarbeiteten Übungsgelände für die LVS-Suche sind beim Hinterwieslift in Lech, oberhalb des Übungsliftes in Oberlech und beim Kinderland Trittkopf in Zürs.

Ein weiterer zentraler Baustein für die eigene Sicherheit im freien Skiraum ist die Einbindung eines Skiguides. Unter den mehr als 800 Schneesportlehrern und Guides am Arlberg, die zu den weltweit besten ihres Faches gehören, sind viele erstklassige Freerider und auch ehemalige Profis. Sie kennen nicht nur die besten Routen je nach Schnee- und Wettersituation, sie haben auch jederzeit und für alle Könnensstufen nützliche Tipps für die Verbesserung des eigenen Off-Piste-Verhaltens. Denn die Sicherheit steht bei allem Enthusiasmus für den Powder in Lech Zürs immer an erster Stelle.

Ein wichtiger Schritt, um im Bereich Sicherheit weiterhin vorne zu sein, war die Realisierung der ersten Snow&Safety Conference in Zürs am 7.-8. Dezember 2012. Um das Wissen und die Verantwortung der Freeride-Szene zu fördern, gaben namhafte Lawinenexperten aus Österreich und Deutschland ihr Know-how im Rahmen von Vorträgen und Workshops an rund 200 Interessierte weiter. Auch 2013 soll im Rahmen der zweiten Snow&Safety Conference das Bewusstsein für bestehende Gefahren weiter intensiviert werden.

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