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der wasserschatz von lech

Eine weitere Besonderheit von Lech ist unser Quellwasser, besonders jenes aus der Fassung der Schwarzbachquelle im Zugertal. Bereits vor Jahrhunderten haben sowohl Tiere als auch Menschen erkannt, dass das Wasser aus dieser Quelle etwas Besonderes ist. Erste Untersuchungen in den 50er Jahren im Rahmen der geplanten Nutzung der Schwarzbachquelle ergaben, dass dieses Quellsystem ideal für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Lech geeigent ist.


Mineralwasser aus dem Hahn

Seitdem sind viele Jahre vergangen und Lech hat sich zu einem internationalen Tourismusort mit über einer Million Nächtigungen entwickelt. Die Wasserversorgung wurde dementsprechend ausgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Und nicht nur wissenschaftliche Analysen beweisen es: Unser Quellwasser hat eine Reihe von Besonderheiten. Was andere als Mineralwasser abfüllen, kommt in Lech aus dem Wasserhahn. Wenn man daran denkt, wieviele Orte und Städte ihr Trinkwasser mit enormem technischen Aufwand aufbereiten müssen oder es oft aus über mehr als 100 km Entfernung zuleiten müssen, dann haben wir bei uns in Lech vergleichsweise ideale Voraussetzungen. Aus gesundheitlichen Gründen kann das Lecher Quellwasser punkten. Aber auch viele andere Fakten sprechen dafür, das kostbare Gut Quellwasser aus Lech dank seiner sehr hohen Qualität bewusst als Trinkwasser zu verwenden: Es ist ein unverwechselbarer Teil unserer Lecher Heimat.


Hydrochemische Besonderheiten

Aus hydrochemischer Sicht fällt die Schwarzbachquelle nicht durch das Vorhandensein ungewöhnlicher Spurenstoffe auf, sondern gerade durch den geringen Gehalt an solchen Mineralsalzen, welche zwar von Natur aus in jedem Wasser vorkommen, jedoch entweder unerwünscht sind oder nicht in allzu hoher Konzentration im Trinkwasser auftreten sollten. Zum einen gilt dies für Nitrat (oft ein Überschussproblem der kommunalen Wasserversorgung) zum anderen für den Gehalt an Natrium (bzw. Natriumchlorid - herkömmlich Kochsalz).


Niedriger Nitratgehalt

Der Nitratgehalt des Lecher Wassers ist mehr als 20 mal niedriger als der EU-Trinkwasser-Grenzwert von 25 mg/l und lässt sich allein aus dem typischen Gesamtgehalt von Stickstoffverbindungen in alpinem Niederschlag erklären. Das heißt, erwartungsgemäß ist hier kein Einfluss der örtlichen Landwirtschaft sichtbar. Nach neuesten Erhebungen wird dagegen z.B. in Baden-Württemberg der Nitratgrenzwert bereits von knapp der Hälfte der Grundwasserbrunnen überschritten. Das Bodenseewasser (Fernleitung) weist immer noch 4 mal höhere Nitratwerte auf als die Schwarzbachquelle. Lech ist also buchstäblich weit entfernt von einem Nitratproblem im Trinkwasser.


Wasser und Gesundheit


Entsprechend detaillierter Untersuchungen zufolge enthält das Wasser der Schwarzbachquelle auch wichtige Mineralstoffe wie Calzium, Magnesium und Sulfate in einer idealen Zusammensetzung. Besonders auffällig ist der extrem niedrige Kochsalz-Gehalt (Natriumchlorid). Natürlich benötigt der menschliche Körper auch dieses Salz. Da aber bei der heutigen Ernährung z.B. durch die vielen Fertigprodukte die benötigte Natriummenge eher überstiegen wird, ist es ungünstig, erhebliche Mengen an Kochsalz noch zusätzlich über das Trinkwasser aufzunehmen.

Der Europäer nimmt durchschnittlich täglich 12g, der Nordamerikaner sogar 20g Kochsalz zu sich. Langfristig gesehen ist dies allerdings nicht empfehlenswert, da ausführliche Forschungen gezeigt haben, dass dadurch Herz-Kreislauferkrankungen, wie z.B. hoher Blutdruck entstehen können.

Es konnte ein klarer Zusammenhang zwischen der Kochsalzaufnahme und dem Blutdruckverhalten nachgewiesen werden. D.h. je höher die Kochsalzaufnahme ist, desto höher steigt der Blutdruck. Aus gesundheitlicher Sicht ist das generell nur leicht mineralisierte Wasser der Schwarzbachquelle deshalb speziell wegen seines extrem geringen Kochsalzgehaltes für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, hohem Blutdruck oder mit Nierenerkrankungen besonders empfehlenswert.


Beste Inhaltsstoffe

Betrachtet man die eher unerwünschten aber unvermeidlichen Wasserinhaltsstoffe, so ist besonders der vergleichweise geringe Gehalt an Nitrat hervorzuheben. Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) und andere Studien zeigten, dass besonders bei Säuglingen, deren Nahrung mit nitratreichem Wasser verdünnt wurde, schwere Schäden im Blutbild auftraten, wie z.B. Cyanose durch Methämoglobinämie (Blausucht). Der Grund für die Anfälligkeit der Säuglinge liegt u.a. in ihrer noch zu schwachen Magensäure, was eine bakterielle Umwandlung des Nitrats zu dem eigentlich giftigen Nitrit ermöglicht. Aus medizinischer Sicht soll u.a. deshalb der Nitratgehalt im Trinkwasser 50 mg pro Liter nicht übersteigen (derzeitiger Höchstwert in der EU, wobei als Mittelwert 25 mg pro Liter nicht überschritten werden dürfen). Wie bereits erläutert, liegt der Nitratgehalt des Lecher Wassers weiter unterhalb dieser Grenzwerte.


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