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der seilbahner
MICHAEL MANHART Am 27. April 1942 in Heidelberg (bei Schneefall, wie er betont) geboren, kommt Michael Manhart 1945 nach Lech am Arlberg und wächst in der Skihütte seines Vorarlberger Großvaters Sepp Bildstein auf. Bildstein baut den ersten Skilift in Lech, die Mutter erfindet den Arlberg Skipass und so war für Michael Manhart schon als Kind klar, dass auch er einmal ein Seilbahner werden wird. Heute ist Michael Manhart Geschäftsführer von vier Liftgesellschaften.

Michael Manhart ist Geschäftsführer mehrerer Skiliftgesellschaften und seit Jahrzehnten ständig sprudelnde Quelle von Innovation. Den beheiz-baren Skilift hat er ebenso erfunden wie eine besonders effektive Schneekanone.

ZeitRaum: Herr Manhart, Sie haben als Kind schon gewusst, dass Sie einmal ein Seilbahner werden?

Michael Manhart: So ist es. Ich bin in einer Familie von Seilbahnern aufgewachsen. Mein Großvater Sepp Bildstein hat als Bregenzer die Gegend hier vom Skilaufen gekannt und in Lech die ersten Skilifte gebaut. Als Chefkonstrukteur von Daimler-Benz war das zuerst mehr ein Hobby für ihn, aber nach dem Krieg hat er begonnen, das Liftgeschäft professionell zu betreiben. Das war anfangs gar nicht so einfach, denn kurz vor Kriegsende sind alle Lifte von einer Gau AG verstaatlicht worden. Mein Großvater hat damals aber Mut bewiesen, gegen die Verstaatlichung prozessiert und tatsächlich gewonnen. Die Lifte mussten an die Privateigentümer zurückgegeben werden, das waren alles Lecher.

ZeitRaum: So ist es auch noch heute – die Skilifte Lech GmbH hat zwölf Gesellschafter und alle kommen aus Lech. Ein Vorteil?

Manhart: Unbedingt. So haben wir immer den Blick auf das Ganze und sehen nicht nur das Liftgeschäft. Es geht schließlich um den gesamten Wintertourismus und neuerdings vermehrt auch um den Sommertourismus. Und das auch aus der Sicht der Hotellerie zu sehen, ist natürlich ein großer Vorteil.

ZeitRaum: Sie sind jetzt seit beinahe fünf Jahrzehnten im Geschäft, was hat sich im Vergleich zu früher am meisten verändert?

Manhart: Der gravierendste Unterschied zu früher ist natürlich die Qualität unserer Lifte. Geradezu revolutionär war etwa die Einführung der Kuppelsesselbahnen, wo man plötzlich eine enorm erhöhte Transportkapazität gehabt hat. Ich habe auch die Steigerung von Einsersessel-Liften, auf Zweier-, Dreier-, Vierer- und so weiter miterlebt. Also da hat sich extrem viel getan. Und ein weiterer gravierender Unterschied zu früher ist natürlich die Beschneiung.

ZeitRaum: Gegen die es anfangs einigen Widerstand gegeben hat. Sie haben ja 1973 die erste Schneekanone am Arlberg in Betrieb genommen, wie ist es dazu gekommen?

Manhart: Ich war zu der Zeit einen Winter lang in Nordamerikas Skigebieten unterwegs, vor allem im Westen, von Utah bis zum Pazifik. Dort habe ich kennengelernt, was Schneemachen heißt. Mit einer kostenlosen Testkanone bin ich dann nach Lech gekommen und hab am Anfang nicht einmal...

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