Ab 1990 hat er seine Auseinandersetzung mit dem Menschsein um die Erforschung des kollektiven Körpers erweitert sowie um die Beziehung zwischen dem Selbst und dem Anderen in groß angelegten Installationen wie etwa Allotment, Another Place, Critical Mass, Domain Field und Inside Australia. Seine Arbeit setzt sich zunehmend mit Energiesystemen, Feldern und Vektoren auseinander und rückt von der Betrachtung von Masse und abgegrenztem Volumen ab, wie etwa Another Singularity, Blind Light, Clearing und Firmament verdeutlichen. Gormleys jüngste öffentliche Arbeit, das gefeierte One & Other, bestand aus 2400 Teilnehmern, die die Regionen Großbritanniens repräsentierten und an über 100 aufeinander folgenden Tagen jeweils eine Stunde auf einem leeren Sockel inmitten des Londoner Trafalgar Square verbrachten.
Antony Gormleys Werk ist umfassend in Großbritannien gezeigt worden, u. a. in Einzelausstellungen in London, so in der Whitechapel Gallery, der Tate Britain, der Hayward Gallery und im British Museum, und ebenso in internationalen Ausstellungen wie im Louisiana Museum, Humlebæk; in der Corcoran Gallery of Art, Washington DC; in der Malmö Konsthall, im Moderna Museet, Stockholm; im Kunsthaus Bregenz und im Antiguo Colegio de San Ildefonso, Mexico City. Er hat an Gruppenausstellungen an der Biennale in Venedig sowie der Documenta 8 in Kassel teilgenommen.
Antony Gormley erhielt 1994 den Turner Prize, 1999 den South Bank Prize for Visual Art und wurde 1997 mit dem Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt er den Bernhard-Heiliger-Preis für Skulptur. Er ist Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects, des Trinity College, Cambridge, und des Jesus College, Cambridge, und ist seit 2003 Mitglied der Royal Academy of Arts.
Hauptsponsor:
