
Auch heuer werden wieder Oldtimerliebhaber mit ihren historischen Fahrzeugen an den Arlberg reisen, der sich im Sommer als wahres Eldorado für Motorsportfreunde etabliert hat. Durch seine Lage inmitten der Lechtaler Alpen ist Lech Zürs am Arlberg ein nahezu perfekter Ausgangspunkt für Oldie-Fahrten. Kühne Passstraßen, die sich in Serpentinen auf fast 2.000 Meter Seehöhe schlängeln, gewagte Trassen an steilen Felsabgründen, in Stein gemeißelte Galerien und kurvenreiche Abfahrten gepaart mit einer Tophotellerie und -gastronomie lassen die Herzen von Oldtimerliebhabern auch heuer wieder höher schlagen.
In den letzten Jahren konnten die wenig befahrenen Nebenstrecken in einer gigantischen Bergwelt ebenso begeistern wie die entspannte Atmosphäre vom Start bis ins Ziel, ganz nach dem Motto „mit Freunden durch alpine Traumkulissen“. Das Starterfeld mit Ikonen des historischen Motorsports und Meilensteinen des Automobilbaus aus den 1920er bis 70er Jahren hat Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen beeindruckt. Auch die ältesten Fahrzeuge im Feld - ein Buick Speedster und ein Alfa Romeo RLTF Racing Car, Baujahr 1924 - brachten ihre Teams sicher ins Ziel. Mit Begeisterung dabei und voll des Lobes für den Event waren auch Vertreter der „Vollgas- Branche“ wie Ex- DTM Pilotin Ellen Lohr, Motoren- Papst Mario Illien, DTM Drittplatzierter 2010 Bruno Spengler oder Rallye- Spezialist Armin Schwarz wie auch der für sein Oldtimerfaible bekannte Sänger, Schauspieler und Entertainer Peter Kraus und der Unternehmer Richard Oetker.
Vom 28. Juni bis 01. Juli 2012 wird dementsprechend zur dritten Arlberg Classic Car Rally Lech (ACCR) geladen, ausgeschrieben für Freunde automobiler Klassiker bis Baujahr 1979. Die Teilnehmerzahl für die dritte Auflage der Arlberg Classic Car Rally ist wieder auf 100 Automobile beschränkt. Am Donnerstag findet für weniger erfahrene Teilnehmer der Rally ein Lehrgang in Theorie und Praxis statt. Für Freitag und Samstag wurden wieder die schönsten Streckenabschnitte rund um den Arlberg ausgesucht: am ersten Tag geht es entlang des wilden „Lech Canyon“ zwischen Lech und Warth ins Lechtal, wo die Strecke dem namensgebenden Wildwasserfluss folgend über das am Fuße der Zugspitze liegende Lermoos auf den Fernpass führt. Gestärkt starten die Teilnehmer in den zweiten Teil der Etappe, die nach einer Schleife um Imst das 1.894 Meter hohe und wahrlich waghalsig kurvige Hahntennjoch als größte fahrerische Herausforderung des Tages bereithält. Über das Lechtal geht es zurück zum Ausgangspunkt nach Lech Zürs am Arlberg - Österreichs Ort mit der höchsten Gault Millau Haubendichte im Vergleich zur Einwohnerzahl - wo sich die Teilnehmer lukullisch verwöhnen lassen können. Am zweiten Tag bietet sich eine gänzlich andere Landschaft dar, jedoch wird den Piloten neuerlich größtes fahrerisches Können abverlangt. Über den Hochtannbergpass gelangt das „fahrende Automobilmuseum“ in den wunderschönen Bregenzerwald und über das 1.760 Meter hohe Furkajoch ins Laternsertal. Über Rankweil, Ludesch und Bludenz führt der Weg auf die alte Arlbergstraße, die durch das Klostertal zurück in heimische Gefilde lenkt. Die Fahrten nach St. Christoph und durch die imposante Flexengalerie zurück nach Lech Zürs verlangen den Oldtimern vor der Siegerehrung nochmals alles ab.
Genau wie in den Vorjahren wird bei der Auswahl der Fahrzeuge auf Marken- und Modellvielfalt geachtet. Streckenabschnitte mit bis zu 14 Prozent Steigung und Gefälle erfordern zudem ausreichende Motorleistung und standfeste Bremsen. Unverändert wird auch beibehalten, dass ausschließlich mechanische Uhren bei den Wertungsprüfungen verwendet werden dürfen. Zur Aufrechterhaltung eines gewissen Überraschungseffekts hält das Reglement darüber hinaus fest, dass das Roadbook nicht im Vorhinein alle Angaben zu den Wertungsprüfungen enthält, welche die 450 km lange Rally komplettieren.
„Wie mir von vielen Seiten zugetragen wurde, hat diese Veranstaltung bereits nach der Premiere 2010 ihren fixen Eintrag im Terminkalender vieler Motorsportfreunde, was eine große Auszeichnung für uns als Organisatoren bedeutet. Den Erfolg führe ich auf die wohl einzigartige Kombination von hochalpinem Landschaftsbild und topmoderner Gastronomie sowie Hotellerie zurück. Ein Großteil der teilnehmenden Oldtimerfreunde kennt Lech Zürs bereits vom winterlichen Skiurlaub. Mit der Arlberg Classic Car Rally Lech haben wir die wunderbare Möglichkeit, die Teilnehmer mit der Schönheit des Bergsommers vertraut zu machen und sie über die Veranstaltung hinaus für den Sommer am Arlberg zu begeistern“, freut sich Lech Zürs Tourismusdirektor Hermann Fercher über den großen Zuspruch der noch recht jungen Veranstaltung.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wird den Automobilfreunden zusätzlich zur sportlichen Herausforderung geboten. Besonderes Highlight neben dem Hüttenabend auf der Rudalpe bietet der abschließende Galaabend mit Siegerehrung in einem Zelt aus Glas im Garten des Hotel Arlberg, wo mit Blick auf das über Lech tagende Omeshorn diniert und auf die Veranstaltung angestoßen werden wird.